|
Veranstaltungen
Ausstellungen
Tipps zum Muttertag am 13. Mai 2012
Handarbeits-Aktion für bedürftige Berliner Kinder
Nano-Aquaristik: pflegeleichte Unterwasserwelt im Mini-Format
Stricken ist in! JuMag zeigt wie es geht!
Schreibtischarbeit – gut organisiert!
Tipps für die Super-Party zu Hause
Backen
Neue Produkte für Deinen PC
JuMag stellt neue Produkte vor
Basteltechniken
Trendsport: Fitness-Boxen
JuMag stellt Gesellschaftsspiele vor
Hier kommt die Maus .... mit interessanten Produkten
Jonglieren - kinderleicht?
Das Spiel mit Handpuppen
Wunderschöne Kalender und Notizbücher für 2012
Raum- und Tischdekorationen für Advent und Weihnachten 2011
Bücherrubrik
[Archiv]
|
|
 |
|
Op Art – in der Schirn Kunsthalle Frankfurt
Op Art entstand zu Beginn der 1960er Jahre als eine Kunst mit starkem Interesse am Objektiven und dem wissenschaftlichen Experiment.
Fasziniert von den physikalischen Gesetzen des Lichts und der Optik verschreibt sich eine ganze Generation der Untersuchung visueller Phänomene und Wahrnehmungsprinzipien. Die Täuschungsmöglichkeiten des Auges auslotend, setzen viele Künstler auf die gezielte Irritation. Mit großformatigen Bildern, Objekten und Environments bringen sie aber nicht nur das Auge des Betrachters in Bewegung. Sie lassen den Besucher in Farbe versinken, im Spiegel ins Unendliche stürzen oder bieten ihm poetische Lichtspiele. Die Interaktion zwischen Werk und Betrachter gipfelt in Installationen, die letztlich nicht nur physikalische Wirkungen in Form von Nachbildern, Farbvibrationen oder dem Flimmern von Licht entfalten, sondern auf das gesamte Bewusstsein wirken.
Die Op Art spielt mit den sensorischen Voraussetzungen des Betrachters. Sie ist eine Kunst, die das Auge gezielt überlastet. Aus dieser Überforderung des menschlichen Sehorgans entstehen Effekte wie Kontrastwirkung, Überstrahlung, Nachbild, das Gefühl räumlicher Bewegung, simultane Farbwirkungen, die aus einem Schwarzweißbild ein farbiges machen, wobei die Farbe gänzlich in der Wahrnehmung des Betrachters erzeugt wird. Die Strategien der Op Art verhindern eine Adaptierung des Auges und schalten sich zwischen das Sehen und das Verstehen. Die Op Art lässt uns Dinge sehen, die gar nicht da sind, und leistet auf diese Weise „Bewusstseinskritik“. In einem sich selten stabilisierenden, prozesshaften Sehen, das nie vollkommen sein kann, entfaltet sich die Idee, dass das reine Sehen eine Illusion bleiben muss. Von „optischen Effekten“ zu sprechen, vermag das Phänomen nur am Rande zu beschreiben. Es geht um die Erfahrung der Grenzen der Wahrnehmung, die weit über das Sehen hinausgeht, um Erfahrungen des sensuellen wie psychischen Apparates, die den Körper ebenso erfassen wie sie auf eine rezeptive Einbeziehung auf intellektueller Ebene zielen.
Mitte der 1960er Jahre etabliert sich die Op Art als eine der wenigen Kunstrichtungen mit wahrhaft globaler Verbreitung innerhalb unterschiedlichster politischer und kultureller Kontexte. Die Op Art ist eine Kunst, die auch ohne Vorkenntnisse auszukommen und eine spontane Erlebbarkeit des Werkes zu garantieren vermag.
Die Ausstellung „Op Art“ in der Schirn Kunsthalle Frankfurt präsentiert in einem großen Überblick die wichtigsten Positionen der Strömung. Dabei nimmt sie keine Trennung zwischen zweidimensionalen Bildern und dreidimensionalen Objekten vor.
Zentral in der Argumentation, die für eine gemeinsame Betrachtung von Kinetischer Kunst und Op Art plädiert, ist die Beobachtung, dass sich diese Kunst nicht fixieren lässt. Nur in der Zusammenschau der unterschiedlichen Medien entfaltet sich das raumgreifende Konzept einer Malerei, die nach dem Ambiente greift und erst im Raum zwischen dem Bild und dem Betrachter entsteht. Op Art und Kinetik interessieren sich für die Idee des wirkenden „Bildes“, das die mechanische mit der virtuellen Bewegung vereint und weniger auf die Existenz der Form oder des Materials fokussiert ist. Dabei überlagern sich unterschiedliche Aspekte: die mechanische, tatsächliche Bewegung, die optische Bewegung durch eine Standortveränderung des Betrachters, Bewegungserscheinungen durch Wahrnehmungseffekte wie das Flimmern zwischen den Linien und schließlich die perzeptuelle Bewegung durch Umkehrerscheinungen im Bild. Zudem gestalten sich die Übergänge zwischen diesen Bereichen fließend. Häufig ist die Hybridität der Bewegungsform bereits im materialen Charakter von dreidimensionalen Bildobjekten gegeben, wie Jesús Rafael Sotos „Vibrationsstrukturen“ oder Yaacov Agams „Tableaus transformables“, verwandelbare Bilder, die der Betrachter mit seinen Händen umbauen soll.
Im Zentrum der Ausstellung stehen die großen Bildformate und umfassende Rauminstallationen, ist doch in Arbeiten, die auf die Integration des Betrachters zielen, die Bildwirkung in hohem Maße von der Größe abhängig. Deren hypnotische Effekte, ihr Pulsieren steigert sich in Dimensionen, die große Teile des Sichtfeldes des Betrachters einzunehmen vermögen. Bridget Riley, Richard Anuszkiewicz oder François Morellet lassen ihre künstlerischen Mittel in diesem Sinne kulminieren. Die Größe des Formats, die einer Eroberung des gesamten optischen Feldes des Betrachters gleichkommt, wird auf diese Weise bisweilen zu einer Strategie der Überwältigung (perzeptiver Zwang). Mit großformatigen Bildern, in Environments und Installationen versetzen die Künstler der Op Art nicht nur das Auge des Betrachters in Bewegung. Die Interaktion zwischen Werk und Betrachter – ein zentraler Topos der zeitgenössischen Kunst – gipfelt in Installationen, die den ganzen Körper erfassen und letztlich eine nicht nur physikalische Wirkung in Form von unerwarteten Nachbildern, Farbvibrationen oder dem Flimmern von Licht entfalten. Hintergrund dieser Wahl ist die spezifische Interaktion zwischen Bild und Betrachter, mit der die Op Art einen wichtigen Ansatz einer neuen Ästhetik generiert hat. Ein Denken in Räumen ersetzt das Denken in Objekten.
Rauminstallationen von Gianni Colombo mit seinem „After Structures“ (1964–67), Davide Boriani mit seinem „Ambiente stroboscopico“ (1967) oder auch Julio Le Parc mit „Lumière en vibration“ (1968) nehmen den Betrachter in sich auf und zielen auf eine umfassende Intervention seiner Sinne. Die Verunklärung des Raumes und das Gefühl der Desorientierung finden sich in Christian Megerts eindruckvollem „Spiegelraum“, realisiert auf der „documenta 4“ von 1968, der den Betrachter scheinbar ins Bodenlose fallen lässt. Carlos Cruz-Diez mit seiner „Chromosaturation“ (1965) oder Otto Piene mit seinen Lichträumen folgen dagegen einem eher kontemplativen Aspekt der Raumkunst und zeigen dem Besucher das Potential dieser Arbeiten in all ihrer Vielfalt und Variationsfähigkeit. Insgesamt vereint die Ausstellung neun dieser sensuell spektakulären Environments, die zum Teil seit den 1960er Jahren erstmals wieder zu sehen sein werden.
KÜNSTLERLISTE: Yaacov Agam, Getulio Alviani, Giovanni Anceschi, Richard Anuszkiewicz, Marina Apollonio, Alberto Biasi, Hartmut Böhm, Davide Boriani, Martha Boto, Pol Bury, Gianni Colombo, Toni Costa, Franco Costalonga, Carlos Cruz-Diez, Bill Culbert, Dadamaino, Hugo Demarco, Gabriele Devecchi, Milan Dobeš, Günter Dohr, Angel Duarte, Günter Fruhtrunk, Horacio Garcia Rossi, Hermann Goepfert, Gerhard von Graevenitz, Franco Grignani, Gruppo MID, Gruppo N, Edoardo Landi, Wolfgang Ludwig, Adolf Luther, Heinz Mack, Enzo Mari, Almir Mavignier, Christian Megert, François Morellet, Julio Le Parc, Helga Philipp, Otto Piene, Bridget Riley, Paolo Scheggi, Nicolas Schöffer, Francisco Sobrino, Jesús Rafael Soto, Joël Stein, Zdeněk Sýkora, Luis Tomasello, Günther Uecker, Gregorio Vardanega, Grazia Varisco, Victor Vasarely, Ludwig Wilding, Yvaral, Walter Zehringer.
Der sorgfältig zusammengestellte Ausstellungskatalog geht auf fast alle Exponate ausführlich ein. Er erläutert die spezielle Thematik dieser Ausstellung gut verständlich und macht deutlich, dass die Op Art eine revolutionäre Kunst in einer revolutionären Zeit war.
Zur Ausstellung gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm mit Führungen, Expertenführungen, Angebote für Kindergärten und Schulen (Grundschule bis Oberstufe). Für Kinder, Familien und Jugendliche gibt es ein spezielles Begleitprogramm.
Diese sehenswerte Ausstellung ist eine historische Rückschau mit vielen Werken vieler namhafter Künstler. Sie zeigt viele Täuschungsmöglichkeiten des Sehens und bietet die Interaktion der Installationen zwischen Werk und Betrachter.
|
Ausstellungsort:
|
Schirn Kunsthalle Frankfurt
|
|
Öffnungszeiten:
|
Vom 17. Februar 2007 – 20. Mai 2007 Dienstag, Freitag, Samstag, Sonntag 10.00 – 19.00 Uhr Mittwoch und Donnerstag 11.00 – 22.00 Uhr
|
|
Eintrittspreise:
|
€ 8 ermäßigt € 6, Familienticket € 16
|
|
Weitere Infos und Begleitprogramm:
|
www.schirn.de
|
|
Katalog:
|
Op Art Hrsg: Martina Weinhart/Max Hollein, Verlag der Buchhandlung Walther König, 320 Seiten, 220 farbige Abb., ISBN 978-3-865660-206-0, € 29,80
|
Stand: Februar 2007 © Gabriele Becker, Journalistin Weitere Artikel zum Thema:
- Archiv der Ausstellungen in und um Frankfurt
- Niclaus Gerhaert Der Bildhauer des Mittelalters - im Liebieghaus Frankfurt
- Kienholz – Die Zeichen der Zeit - in der Schirn Kunsthalle Frankfurt
- Beckmann & Amerika - im Städel Museum Frankfurt
- ERRÓ – Porträt und Landschaft - in der Schirn Kunsthalle Frankfurt
- DIY „Do It Yourself: Die Mitmach-Revolution“ - im Museum für Kommunikation Frankfurt
- Görlitz und die Landesaustellung „via regia“
- Die Sammlung Stiftung Dr. Dr. István Heller im Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt
- „Elefantastisch!“ im Schloss Friedenstein Gotha
- Gemütlich per Schiff zu Sonderausstellungen in der Wissenschaftsstadt Mainz
- Der verschwundene Dom – Ausstellung im Dommuseum Mainz
- Die Bundesgartenschau 2011 in Koblenz - Koblenz verwandelt
- Zwiebelfische Sonder-Ausstellung im Gutenberg-Museum Mainz
- Pop meets Pop. Andy Warhol und die Beatles – im Museum für Kommunikation Frankfurt
- Elfenbein Barocke Pracht am Wiener Hof - im Liebieghaus Frankfurt
- Bürgermacht & Bücherpracht im Augsburger Maximilianmuseum
- Der i-Kosmos - Macht, Mythos und Magie einer Marke - im Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt
- Codes & Clowns. Claude Shannon – Jongleur der Wissenschaft – im Museum für Kommunikation Frankfurt
- Eugen Schönebeck 1957 - 1967 - in der Schirn Kunsthalle Frankfurt
- Surreale Dinge Skulpturen und Objekte von Dalí bis Man Ray - in der Schirn Kunsthalle Frankfurt
- Die Staufer und Italien – im Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museum
- Courbet - Ein Traum von der Moderne - in der Schirn Kunsthalle Frankfurt
- Weltenwandler - Die Kunst der Outsider – in der Schirn Kunsthalle Frankfurt
- Sahure – Tod und Leben eines großen Pharao im Liebieghaus Frankfurt
- 300 Jahre europäische Porzellankunst – sehenswerte Sonderausstellungen
- Die Sprache des Geldes – im Museum für Kommunikation Frankfurt
- Unbekanntes Russland – Russia Unknown Ausstellung im Ikonen-Museum Frankfurt
- Kirchner-Retrospektive im Städel Museum Frankfurt
- Safari zum Urmenschen - Die Geschichte der Menschheit entdecken, erforschen, erleben - im Senckenberg Museum in Frankfurt
- Meissen – Barockes Porzellan – im Museum für Angewandte Kunst in Köln
- Hexen Mythos und Wirklichkeit
- Georges Seurat – Figur im Raum – in der Schirn Kunsthalle Frankfurt
- Botticelli im Städel Museum Frankfurt
- Alexander der Grosse und die Öffnung der Welt – im rem in Mannheim
- Flämische Gemälde von 1550 – 1800 im Städel Museum Frankfurt
- Kunst für Millionen 100 Skulpturen der Mao-Zeit – Ausstellung in der Schirn Kunsthalle Frankfurt
- Dies Buch in aller Zunge, Hand und Herzen – 475 Jahre Lutherbibel auf der Wartburg in Eisenach
- Großes Spatenstichfest im Städelmuseum am 6. September 2009
- Wertherporzellan - Goethes Lotte und Werther auf Meißener Porzellan in Wetzlar
- Aleksandra Mir Triumph – Ausstellung in der Schirn Kunsthalle Frankfurt
- The Making of Art – Ausstellung in der Schirn Kunsthalle Frankfurt
- Caravaggio in Holland. Musik und Genre bei Caravaggio und den Utrechter Caravaggisten im Städel Museum Frankfurt
- „Missverständnisse – Stolpersteine der Kommunikation“ Sonderausstellung im Museum für Kommunikation Frankfurt
- E.W. Nay. Bilder der 1960er Jahre – Ausstellung in der Schirn Kunsthalle Frankfurt
- Der Meister von Flémalle und Rogier van der Weyden – Meisterwerke im Städel Museum Frankfurt
- Bunte Götter – Die Farbigkeit antiker Skulpturen im Liebieghaus Frankfurt
- Wasser, Farbe, Licht, Aquarelle der Graphischen Sammlung im Städel Museum Frankfurt
- Die 68er. Kurzer Sommer – lange Wirkung, die Ausstellung im Historischen Museum Frankfurt
- Ein Platz für Tiere - die keramischen Tierdarstellungen im Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt
- Launen des Olymp. Der Mythos von Athena, Marsyas und Apoll im Liebieghaus Frankfurt
- Die Magie der Dinge. Stilllebenmalerei 1500 – 1800 im Städel Museum Frankfurt
- Fragile – Die Tafel der Zaren und das Porzellan der Revolutionäre im Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt und im Schloss Bad Homburg
- Meisterwerke der Graphischen Sammlung – Zeichnungen, Aquarelle und Collagen im Städel Museum Frankfurt
- Impressionistinnen. Berthe Morisot, Mary Cassatt, Eva Gonzalès, Marie Bracquemond – Ausstellung in der Schirn Kunsthalle Frankfurt
- Cranach der Ältere - im Städel Museum Frankfurt
- Albrecht Dürer - Die Druckgraphiken im Städel Museum Frankfurt
- Turner Hugo Moreau – Entdeckung der Abstraktion in der Schirn Kunsthalle Frankfurt
- Kunstmaschinen Maschinenkunst – Ausstellung in der Schirn Kunsthalle Frankfurt
- Hexenlust und Sündenfall - Die seltsamen Phantasien des Hans Baldung Grien – Im Städel Museum Frankfurt
- Wie im Traum Ausstellung über Odilon Redon in der Schirn Kunsthalle
- „Pong.mythos“ zeigt das Museum für Kommunikation Frankfurt
- Martin Kippenberger: Arbeiten bis alles geklärt ist - Bilder 1984/85 im Städel Museum
- Meisterwerke indischer Manuskriptkunst im Museum für Angewandte Kunst
- „Picasso und das Theater“ in der Kunsthalle Schirn
- „I Like America Fiktionen des Wilden Westens“ in der Kunsthalle Schirn
|