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Martin Kippenberger: Arbeiten bis alles geklärt ist - Bilder 1984/85 im Städel Museum

Diese Ausstellung ist anlässlich der Schenkung des Gemäldes „Zwei proletarische Erfinderinnen auf dem weg zum Erfinderkongreß“  konzipiert worden. Die Übergabe des Werks von 1984 wird mit einer Ausstellung von sechs Bildern Kippenbergers im Kuppelsaal entsprechend gewürdigt

Dank der großzügigen Schenkung der Messe Frankfurt GmbH ist das Städel Museum nun erstmals im Besitz eines Werkes von Martin Kippenberger (1953-1997), einem der vielseitigsten und experimentierfreudigsten Künstler des späten 20. Jahrhunderts.

In den Jahren 1984/85 entstand um dieses Werk eine Reihe von Gemälden in der für Kippenberger typischen ironisch provokanten Motivik, die sich der Bildwelt des Kommunismus bediente. Sie stellt den Rückblick eines westdeutschen Künstlers aus der Perspektive der 1980er Jahre auf die Zeit des russischen Aufbruchs dar: Die Ideologie der Arbeit, die Selbstbefreiung des Proletariats, die kollektive Lebensform waren Schlagworte, die Kippenberger in einer mit den Anschauungen eng verschränkten pseudofuturistischen bzw. pseudokonstruktivistischen sowie sozialistisch-realistischen Wort- und Bildsprache pointiert aufnahm. Es ging Kippenberger jedoch nicht um das Beziehen eine Position gegenüber der Ideologie, vielmehr sprach er die schlichte Wahrheit aus, dass hinter all jenen symbolischen Überlagerungen das Leben selbst in seiner Banalität liegt.

Die Ausstellung zeigt mit ihrer Auswahl von großformatigen Gemälden Kippenbergers Ansatz ein Gespinst aus Wahrheit und Lüge, aus dokumentarischem Bildreport und purer Fiktion zu knüpfen.

KATALOG: Martin Kippenberger: Arbeiten bis alles geklärt ist  - Bilder 1984/85

Der zweisprachige (deutsch/englisch) Ausstellungskatalog befasst sich ausführlich und mit vielen Fotos mit dem Thema. Umfangreich und gut verständlich wird auf die Ausstellung Bezug genommen. Hier kann vieles nachgeschlagen werden. (€ 9,90)

 

Ausstellungsort:

Städel Museum Frankfurt

Öffnungszeiten:

Vom 29. September 2006– 4. März 2007
Dienstag, Freitag bis Sonntag  10.00 – 18.00 Uhr
Mittwoch und Donnerstag 10.00 – 21.00 Uhr

Weitere Infos/Rahmenprogramm:

www.staedelmuseum.de

 

Stand: Oktober 2006

© Gabriele Becker, Journalistin

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