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Tanz der GeneVon Armand Marie Leroi
Was ist normal? Und wer ist abnorm? - Wir alle sind abnorm. Aber einige von uns sind es mehr als andere. Die Grundgestalt unseres Körpers und seine Entstehung nehmen wir gewöhnlich als gegeben hin. Doch bei näherem Hinsehen wird vieles rätselhaft: Wie entwickeln sich eigentlich Gliedmaßen? Wieso haben wir fünf Finger (und nicht vier oder sechs)? Was bestimmt unsere Größe? Unser Geschlecht? Warum altern wir? Man sagt, das menschliche Genom mache uns zu dem, was wir sind. Aber wie? Der Autor berichtet über unsere "genetische Grammatik" - und über jene Menschen, deren "andersartige" Körper uns Einblicke in die entwicklungsbiologischen Vorgänge gewährt haben: etwa die französische Klosterschülerin, deren Geschlecht in der Pubertät wechselte, die Kinder, die - wie Homers Zyklopen - mit nur einem Auge auf der Stirn geboren wurden, die langlebigen Zwerge eines kroatisches Dorfes, jene übermäßig behaarte Familie, die über vier Generationen am burmesischen Hof gefangen gehalten wurde (und der Darwin eine seiner kühnsten Erkenntnisse zur menschlichen Vererbung verdankte), und der Stamm der Wadoma aus dem Sambesi-Tal mit ihren "Straußenfüßen". Das spannende Buch geht dem Schicksal von Menschen, mit z.B. Kleinwuchs, übermäßigem Haarwuchs, teilweise über Generationen, einfühlsam nach und gibt einen Einblick in die Entwicklungsbiologie. Armand Marie Leroi: Tanz der Gene, Spektrum Verlag, 432 Seiten, geb., s/w Abb., ISBN 3-8274-1518-7, € 30 |
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