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Ernst May 1886 – 1970
Ernst May, gebürtiger Frankfurter, gilt als Architekt der Moderne. Er befasste sich mit dem Wohnungsbau durch Industrialisierung. Die Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum ist die erste Gesamtübersicht über sein Architekten- und Stadtplanerwirken. Ernst May ist vielen Frankfurtern und Architekturinteressierten vor allem durch das „Neue Frankfurt“, den von 1925 bis 1930 realisierten Wohnsiedlungen in Frankfurt und den „Frankfurter Küchen“ bekannt. Im Ausstellungskatalog geht Christoph Mohr auf die Frankfurter Siedlungen detailliert ein. Er stellt Aufgaben und Funktion des „Neuen Frankfurts“, sowie die Siedlungen Bornheimer Hang, Niddatal-Projekt, Praunheim, Römerstadt (Reihenhaussiedlung mit Fertigteilen) und Höhenblick sowie die Wohnhäuser von May und Elsässer in Ginnheim vor. Er gehrt auf die Frankfurter Norm für Kleinwohnungen z. B. mit Typengrundrissen, Farbgestaltung und Türbeschlägen gut ein. David D. Haney befasst sich im Katalog mit der Grünflächenplanung im „Neuen Frankfurt“ durch Leberecht Migge und Max Bromme. Auf den Grüngürtel an der Nidda und die Siedlung Römerstadt wird eingegangen. Michael Stöneberg beschäftigt sich mit den Fotografinnen und Fotografen des „Neuen Frankfurts“. In vielen weiteren Essays geht der Ausstellungskatalog auf Mays Wirken in Schlesien, der Sowjetunion, Ostafrika und Deutschland in der Nachkriegszeit detailliert ein. Der Katalog enthält hunderte von Fotos und bietet Einblicke in Originalpläne, Zeichnungen und Modelle. Mit dem umfassenden Werkverzeichnis wird erstmals ein vollständiger Überblick über sein Schaffen geboten. Der Katalog eignet sich auch hervorragend als Nachschlagewerk. Claudia Quiring + Wolfgang Voigt + Peter Cachola Schmal + Eckhard Herrel (Hrsg.) : Ernst May 1886 – 1970, Prestel Verlag, 336 Seiten., geb. mit Pappband, 154 Farb- und 317 s/w Abb., ISBN 978-3-7913-5132-2, € 49,95
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