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Achtundsechzig

Eine Bilanz

Wolfgang Kraushaar zieht Bilanz über 1968 das Jahr, an dem sich bis heute die Geister scheiden.
Kraushaar, Mitarbeiter des Hamburger Instituts für Sozialforschung, ist als scharfer Kritiker der 68er-Mythen bekannt. Er stellt alles wie Internationalismus, antiautoritäre Erziehung oder sexuelle Befreiung auf den Prüfstand und kommt dabei zu verblüffenden Erkenntnissen.
Führenden Köpfen der Bewegung weist er eine problematische Nähe zur Gewalt, antisemitische oder nationalistische Tendenzen sowie ein unausgegorenes Verhältnis zur deutschen NS-Vergangenheit nach.
Die 68er Bewegung war historisch zum Einen Aufbruch, Revolte und Emanzipation, und zum Anderen Hinwendung zum totalitären Kommunismus, Werteverfall und Geburtsstunde des RAF-Terrors.

Kraushaar zieht 40 Jahre danach in seinem Buch Bilanz, räumt auf mit Mythen und geht auf die historische Bedeutung der 68er-Bewegung ein.

Von Wolfgang Kraushaar, Propyläen Verlag, 332 Seiten, geb., 40 Farb- und s/w Abb., ISBN 978-3-549-07334-6, € 19,90
 

© Gabriele Becker, Journalistin


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